Ordnung des Sonderforschungsbereiches Transregio 166

– ReceptorLight –

 

§1 Name, Sprecherhochschule und Aufgaben des Sonderforschungsbereichs

  1. Der Sonderforschungsbereich TRR 166 ReceptorLight (TRR) ist ein Forschungsverbund der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena mit dem Universitätsklinikum Jena (UKJ), der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg mit dem Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) Jena. Der TRR ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.
  2. Sprecherhochschule ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Sprecherinstitution des TRR ist das Universitätsklinikum Jena, an dem eine Geschäftsstelle eingerichtet ist.
  3. In dem Sonderforschungsbereich werden miteinander zusammenhängende Forschungsvorhaben auf den Gebieten der „high-end“ Lichtmikroskopie zur Erforschung der Funktion von Membranrezeptoren bearbeitet. Er gliedert sich in Projektbereiche und Teilprojekte.
  4. Des Weiteren setzt sich der Forschungsverbund zur Aufgabe, die Interaktion mit anderen Forschungseinrichtungen, den wissenschaftlichen Nachwuchs, die internationale Zusammenarbeit und die Chancengleichheit zu fördern.

§2 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des TRR sind die Leiter der dem TRR angehörenden Forschungsgruppen. Weiteres Mitglied des TRR kann jede Person werden, die einer in 1 Punkt 1 genannten Hochschulen oder sonstigen Forschungseinrichtungen angehört und in dem Forschungsgebiet des TRR die Befähigung zu eigenständiger wissenschaftlicher Tätigkeit (i. d. R. nach Abschluss der Promotion) nachgewiesen hat. Im Rahmen des TRR geförderte Projektleiter sind automatisch Mitglieder des TRR.
  2. Im Ausnahmefall kann die Mitgliederversammlung besonders qualifizierte Wissenschaftler als Mitglieder aufnehmen, die keine im Rahmen des TRR geförderten Projektleiter sind, wenn damit die Ziele des TRR zusätzlich unterstützt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können die Mitgliedschaft beim Vorstand des TRR beantragen. Der Antrag beinhaltet eine detaillierte Beschreibung des geplanten Forschungsprogramms und eine Kurzdarstellung des wissenschaftlichen Werdegangs des Antragstellers. Über diesen Antrag entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der Anwesenden.
  3. Die Mitgliedschaft endet mit Ablauf des genehmigten Projektes, durch Eintritt in den Ruhestand, durch Austritt, der dem Sprecher schriftlich anzuzeigen ist, oder durch Ausschluss aus wichtigem Grund. Über den Ausschluss aus wichtigem Grund entscheidet die Mitgliederversammlung mit Zweidrittelmehrheit der Mitglieder und wird dem betroffenen Mitglied nach dessen Anhörung durch den Vorstand unter Angabe der Gründe schriftlich mitgeteilt.
  4. Wechselt ein Mitglied des TRR von einem Standort an einen anderen Standort des TRR, so verbleibt das Teilprojekt im TRR. Verlässt ein Mitglied einen Standort des TRR und geht an einen anderen Ort, will aber Mitglied des TRR bleiben, dann wird das durch den Vorstand im Einvernehmen mit der Geschäftsstelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entschieden.

§3 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitgliedschaft im TRR berechtigt grundsätzlich zur Vorlage eines Projektentwurfs bei dem für die Vorbereitung des Gesamtfinanzierungsantrages zuständigen Gremium des TRR.
  2. Die Mitglieder sind zur Zusammenarbeit im TRR, gegenseitigen Beratung und Unterstützung verpflichtet. Gemeinsame Einrichtungen sowie die Mittel des TRR können von allen Mitgliedern im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten und mit Zustimmung des Vorstandes in Anspruch genommen werden.
  3. Die Mitglieder sind verpflichtet, an der konzeptionellen und organisatorischen Arbeit, der Nachwuchsförderung, der Gleichstellung sowie an der Verwaltung des TRR nach Maßgabe der Ordnung mitzuwirken.
  4. In Veröffentlichungen, die auf die Forschungsarbeiten des TRR zurückgehen, muss auf die Förderung durch die DFG hingewiesen werden.
  5. Jede Teilprojektleitung ist verpflichtet, nach Abschluss einer Förderperiode bzw. bei Beendigung des Teilprojektes einen Bericht über die Arbeiten im Projekt vorzulegen. Das Ende der Mitgliedschaft berührt diese Pflicht nicht.
  6. Scheidet eine Teilprojektleiterin oder ein Teilprojektleiter aus dem TRR aus, können die dem TRR für das betroffene Teilprojekt bewilligten Geräte und Finanzmittel während der Laufzeit des TRR grundsätzlich nicht an den neuen Ort mitgenommen werden; eine anderweitige Lösung bedarf der Zustimmung des Vorstands des TRR sowie der innerhalb der jeweiligen Einrichtung hierfür zuständigen Gremien. Eine Standortänderung von Geräten über € 10.000,- während der Laufzeit des TRR ist der DFG mitzuteilen.

§4 Organisatorischer Aufbau und Gremien des Sonderforschungsbereichs

  1. Der TRR hat folgende Organe:
    1. Mitgliederversammlung
    2. Vorstand
    3. Sprecher, stellvertretender Sprecher und wissenschaftlicher Koordinator
  2. Teilprojektleiterinnen oder Teilprojektleiter sollen diejenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sein, die das Forschungsvorhaben maßgeblich konzipiert haben.

§5 Aufgaben der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:
    1. Aufnahme von Mitgliedern und Entscheidung über die Beendigung der Mitgliedschaft.
    2. Beschlussfassung über die Ordnung und ihre Änderung
    3. Verabschiedung des Gesamtfinanzierungsantrags
    4. Wahl der Sprecherin oder des Sprechers, der Stellvertretung und der übrigen Vorstandsmitglieder
    5. Entgegennahme des Berichts der Sprecherin oder des Sprechers
    6. Entscheidung über die Vergabeverfahren (§ 8) zu zentral bewilligten Mitteln
    7. Einsetzungen von Ausschüssen und Wahl ihrer Mitglieder
  2. Folgende Aufgaben überträgt die Mitgliederversammlung dem Vorstand:
    1. Entwicklung des wissenschaftlichen Programms und seine Koordination
    2. Vorbereitung des Gesamtfinanzierungsantrags, interne Vorprüfung der Teilprojektanträge sowie Beschluss über Änderungen finanzieller Aspekte von Teilprojektanträgen
    3. Entscheidung über die Einbeziehung neuer Teilprojekte während des Förderzeitraums
    4. Programmändernde Finanzierungsmaßnahmen während des laufenden Förderungszeitraums (z.B. inhaltlich begründete Beendigung oder Anfinanzierung eines neuen Teilprojektes), sofern diese den durch die DFG beschiedenen Förderbedingungen entsprechen bzw. diesen nicht widersprechen
    5. Beratung über die Beantragung/Beschaffung von durch mehrere Teilprojekte genutzten Geräten
    6. Vorbereitung / Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen des TRR
  3. Die Mitgliederversammlung wird wenigstens einmal pro Jahr mit einer Ladungsfrist von mindestens 14 Tagen durch die Sprecherin oder den Sprecher des TRR einberufen; die Tagesordnung wird spätestens fünf Tage vor der Sitzung an alle Mitglieder versandt. Sie ist außerdem auf Antrag von mindestens einem Drittel der Mitglieder des TRR mit o.g. Frist einzuberufen.
  4. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Vorbehaltlich abweichender Regelungen in dieser Ordnung entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der Anwesenden. Die Mitgliederversammlung kann diese Beschlüsse im Umlaufverfahren treffen.
  5. Bei der Wahl der Sprecherin oder des Sprechers und der Vorstandsmitglieder, bei Änderungen der Ordnung sowie bei Ausschluss von Mitgliedern entscheidet die Mitgliederversammlung mit Mehrheit von Zweidrittel der Mitglieder.

§6 Aufgaben und Zusammensetzung des Vorstands

  1. Der Vorstand setzt sich aus der Sprecherin oder dem Sprecher, der Stellvertretung sowie vier weiteren Mitgliedern zusammen. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit der Vorstandsmitglieder. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend ist.
  2. Seine Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Die Mitgliederversammlung kann den Vorstand bzw. einzelne Vorstandsmitglieder jederzeit mit einer Zweidrittelmehrheit der Mitglieder abwählen. Die Abwahl der Sprecherin oder des Sprechers ist nur wirksam, wenn zugleich eine neue Sprecherin oder ein neuer Sprecher für die restliche Amtszeit gewählt wird.
  3. Neben den ggf. von der Mitgliederversammlung übertragenen Aufgaben (§ 5 Punkt 2 der Ordnung) trägt der Vorstand für folgende Aufgaben Verantwortung:
    1. Stellungnahme zu Personalfragen nach Rücksprache mit den betroffenen Teilprojektleitenden
    2. Vorschläge für die Wahl von Ausschussmitgliedern
    3. Vorschläge für die Aufnahme und den Ausschluss von Mitgliedern
    4. Entscheidungen über Umdispositionsanträge größeren Umfangs
    5. Beratungen mit der Leitung der beteiligten Institutionen über Fragen der Grundausstattung sowie Berufungsfragen
    6. Konzeption und Organisation von Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit
    7. Behandlung aller Fragen, die nach der Ordnung nicht in die Zuständigkeit eines anderen Gremiums oder des Sprecheramtes fallen

§7 Aufgaben der Sprecherin oder des Sprechers

  1. Zur Sprecherin oder zum Sprecher und der Stellvertretung kann gewählt werden, wer eine Professur der FSU bzw. dem UKJ Jena, der JMU Würzburg bzw. dem UKW inne hat, in einem hauptamtlichen, unbefristeten Dienst- oder Arbeitsverhältnis steht und Mitglied des TRR ist. Er/sie hat die Leitung des Verwaltungsprojektes inne, muss jedoch kein wissenschaftliches Projekt leiten.
  2. Die Sprecherin oder der Sprecher ist Vorsitzende/r von Vorstand und Mitgliederversammlung und vertritt den TRR nach außen (z.B. gegenüber der Hochschulleitung/-verwaltung, der DFG).
  3. Zu den Aufgaben des Sprecheramtes gehört
    • die Führung der laufenden Geschäfte einschließlich der laufenden Mittelverwaltung und ‑ abrechnung sowie die Entscheidung über Umdispositionsanträge kleineren Umfangs
    • die Einberufung von Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen
    • die Information der Mitglieder und Mitarbeitenden

§8 Verfahren zur Vergabe zentral verwalteter Mittel

  1. Der TRR beachtet die „Verwendungsrichtlinien für Sonderforschungsbereiche“, wie sie durch die DFG definiert sind.
  2. Zentral verwaltete Mittel des TRR können ausschließlich von Mitgliedern des TRR beantragt werden.
  3. Der Vorstand entscheidet über die Vergabe von Gleichstellungs- und pauschalen Mitteln größeren Umfangs. Er erstellt eine Prioritätenliste der eingegangenen Anträge, basierend auf folgenden Kriterien:
    1. Qualität und Argumente des eingereichten Antrages sowie Aussicht auf Realisierung der Ziele des Projektes innerhalb des Bewilligungszeitraumes
    2. Bezug zu den bereits laufenden Projekten
    3. Die Höhe der beantragten zentral verwalteten finanziellen Mittel in Bezug zu denen der anderen Projekte und der Gesamtfördersumme.

§9 Schlussvorschriften

  1. Nach vorheriger Abstimmung mit der DFG beschließt der TRR im Einvernehmen mit den beteiligten Hochschulen, Universitätsklinika und dem Leibniz-Institut über die Ordnung.
  2. Die Ordnung tritt außer Kraft, wenn der TRR beendet wird.